Sparkasse Immobilien Angebote: Das Wichtigste in Kürze
Die Sparkassen gehören zu den größten Immobilienvermittlern in Deutschland. Ihre Häuser, Wohnungen und Grundstücke finden Sie im Immobilienportal der Sparkassen-Finanzgruppe unter immobilien.sparkasse.de und zusätzlich auf den Websites der regionalen Sparkassen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie passende Angebote schneller finden, was Sie als Käufer an Provision zahlen und wie Sie ein Exposé der Sparkasse richtig prüfen.
- Wo suchen: im zentralen Sparkassen-Immobilienportal und auf der Immobilienseite Ihrer regionalen Sparkasse.
- Wer verkauft: meist private Eigentümer. Die Sparkasse oder ihre Immobilientochter arbeitet als Makler.
- Provision: Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern zahlen Käufer höchstens die Hälfte der Gesamtprovision.
- Finanzierung: Sie müssen nicht bei der vermittelnden Sparkasse finanzieren. Ein Vergleich lohnt sich.
Wo finden Sie Sparkasse Immobilien Angebote?
Drei Wege führen zu den Angeboten, und sie ergänzen sich gut:
- Das zentrale Sparkassen-Immobilienportal. Unter immobilien.sparkasse.de filtern Sie die Angebote vieler Sparkassen nach Ort, Objektart, Preis und Wohnfläche. Das Portal eignet sich besonders, wenn Sie in mehreren Regionen gleichzeitig suchen.
- Die Website Ihrer regionalen Sparkasse. Viele Sparkassen und Kreissparkassen zeigen ihre Objekte zusätzlich auf der eigenen Immobilienseite oder über eine eigene Immobiliengesellschaft. Dort finden Sie auch die Ansprechpartner vor Ort.
- Die persönliche Vormerkung. Viele Sparkassen führen eine Interessentenkartei oder nehmen Suchaufträge an. Vorgemerkte Kunden erfahren von passenden Objekten oft, bevor ein Inserat online erscheint.
Tipp: Legen Sie Ihre Suche mit klaren Kriterien an, zum Beispiel Ort, maximaler Kaufpreis und Mindestzahl an Zimmern. So erhalten Sie weniger, aber passendere Vorschläge.
Wer verkauft: die Sparkasse oder ein privater Eigentümer?
Die meisten Sparkasse Immobilien Angebote gehören nicht der Sparkasse selbst. Private Eigentümer beauftragen die Sparkasse oder deren Immobilientochter mit dem Verkauf, ähnlich wie einen klassischen Makler. Die Sparkasse erstellt das Exposé, organisiert Besichtigungen und begleitet den Verkauf bis zum Notartermin.
Für Sie als Käufer bedeutet das: Den Kaufpreis legt der Eigentümer fest, nicht die Bank. Der Preis ist deshalb in der Regel genauso verhandelbar wie bei jedem anderen Maklerobjekt. Vergleichen Sie ihn vor der ersten Besichtigung mit ähnlichen Angeboten in der Umgebung. So gehen Sie mit einer soliden Grundlage in die Verhandlung.
Welche Provision zahlen Käufer bei Sparkassen-Immobilien?
Die Immobilienvermittlung der Sparkassen arbeitet wie jeder Makler gegen Provision. Seit dem 23. Dezember 2020 gilt beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses durch Privatpersonen eine gesetzliche Regel (§§ 656a bis 656d BGB):
- Arbeitet der Makler für beide Seiten, teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision zu gleichen Teilen.
- Hat nur der Verkäufer den Makler beauftragt, darf der Käufer höchstens die Hälfte übernehmen, und zwar erst, wenn der Verkäufer seinen Anteil bezahlt hat.
Übliche Gesamtprovisionen liegen je nach Region bei etwa 5,95 bis 7,14 Prozent inklusive Mehrwertsteuer. Als Käufer zahlen Sie damit meist rund 3 bis 3,57 Prozent des Kaufpreises. Die genaue Höhe steht im Exposé. Für Mehrfamilienhäuser, unbebaute Grundstücke und Gewerbeimmobilien gilt die Teilungsregel nicht.
Mit diesen Kaufnebenkosten sollten Sie rechnen
Zum Kaufpreis kommen die Kaufnebenkosten. Die Tabelle zeigt typische Werte für eine Immobilie zum Preis von 350.000 Euro:
| Kostenpunkt | Üblicher Anteil | Bei 350.000 € Kaufpreis |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 bis 6,5 % je nach Bundesland | 12.250 bis 22.750 € |
| Notar und Grundbuch | etwa 1,5 bis 2 % | 5.250 bis 7.000 € |
| Maklerprovision (Käuferanteil) | etwa 3 bis 3,57 % | 10.500 bis 12.495 € |
| Summe | etwa 8 bis 12 % | 28.000 bis 42.245 € |
Banken erwarten meist, dass Sie mindestens diese Nebenkosten aus Eigenkapital bezahlen. Mit unserem Immobilien Rechner berechnen Sie die Nebenkosten für Ihr Bundesland und die passende Monatsrate.
Muss ich bei der Sparkasse finanzieren?
Nein. Vermittlung und Finanzierung sind zwei getrennte Verträge. Sie können ein Objekt über die Sparkasse kaufen und den Kredit bei einer anderen Bank, einer Direktbank oder über einen Kreditvermittler aufnehmen.
Trotzdem lohnt sich das Angebot der Sparkasse als Vergleichswert, denn die Bank kennt das Objekt bereits. Holen Sie mindestens zwei weitere Angebote ein und vergleichen Sie den effektiven Jahreszins, die Sollzinsbindung und die Möglichkeit von Sondertilgungen. Schon 0,2 Prozentpunkte Unterschied machen bei einem Darlehen von 300.000 Euro über zehn Jahre mehrere Tausend Euro aus.
Ein wichtiger Schritt vor der ersten Besichtigung: Lassen Sie sich eine Finanzierungsbestätigung ausstellen. Bei gefragten Objekten bevorzugen Verkäufer und Makler Interessenten, die ihre Finanzierung bereits nachweisen können.
Checkliste: So prüfen Sie ein Sparkassen-Angebot
Ein gutes Exposé ersetzt keine eigene Prüfung. Gehen Sie diese Punkte vor der Kaufentscheidung durch:
- Exposé und Grundrisse: Stimmen Wohnfläche, Baujahr und Ausstattung mit der Besichtigung überein?
- Energieausweis: Er ist beim Verkauf Pflicht und zeigt Ihnen die zu erwartenden Energiekosten. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Energieausweis für alte Häuser.
- Grundbuchauszug: Prüfen Sie Abteilung II und III auf Wegerechte, Wohnrechte und Grundschulden.
- Bei Eigentumswohnungen: Lassen Sie sich die Teilungserklärung, die Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen, den Wirtschaftsplan und die Höhe der Erhaltungsrücklage zeigen.
- Bauliche Lage: Fragen Sie beim Bauamt nach dem Bebauungsplan und nach Einträgen im Baulastenverzeichnis.
- Zustand: Dach, Heizung, Fenster und Leitungen verursachen die größten Folgekosten. Bei älteren Häusern lohnt sich ein unabhängiger Gutachter.
- Bei vermieteten Objekten: Mietvertrag, Miethöhe, Nebenkostenabrechnung und Kaution gehören zu den Unterlagen.
Vor- und Nachteile: Haus kaufen über die Sparkasse
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Regionale Marktkenntnis und ein Ansprechpartner vor Ort | Als Käufer zahlen Sie in der Regel Maklerprovision |
| In der Regel vollständige Unterlagen zum Objekt | Der Makler vertritt vor allem die Interessen des Verkäufers |
| Objekt und Finanzierung auf Wunsch aus einer Hand | Das Finanzierungsangebot ist nicht automatisch das günstigste |
| Frühe Information über die Interessentenkartei | Die Auswahl ist auf das Gebiet der jeweiligen Sparkasse begrenzt |
Alternativen zu Sparkassen-Immobilien
Die Sparkassen decken nur einen Teil des Marktes ab. Suchen Sie parallel auf den großen Immobilienportalen, bei Wohnungsbaugenossenschaften und bei Bauträgern in Ihrer Region. Auch Volksbanken und andere Regionalbanken vermitteln Immobilien nach einem ähnlichen Prinzip.
Wer die Provision sparen möchte, findet in unserem Ratgeber Immobilien ohne Makler kaufen praktische Wege zum Direktkauf vom Eigentümer.
Häufig gestellte Fragen zu Sparkasse Immobilien Angeboten
Sind alle Sparkasse Immobilien Angebote online zu sehen?
Nein. Manche Objekte bietet die Sparkasse zuerst vorgemerkten Interessenten an. Fragen Sie deshalb direkt nach einer Aufnahme in die Interessentenkartei.
Ist die Beratung bei der Sparkasse kostenlos?
Die Beratung zu Objekt und Finanzierung kostet Sie in der Regel nichts. Kosten entstehen erst mit dem Kauf: die Maklerprovision laut Exposé und bei einer Finanzierung die Zinsen.
Kann ich ein Sparkassen-Objekt ohne Provision kaufen?
In der Regel nicht, denn die Sparkasse arbeitet als Makler. Eine Ausnahme gilt, wenn der Verkäufer die Provision vollständig übernimmt. Das steht dann ausdrücklich im Exposé.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für ein Sparkassen-Angebot?
Die meisten Banken erwarten, dass Sie mindestens die Kaufnebenkosten selbst tragen, also rund 8 bis 12 Prozent des Kaufpreises. Mit 20 Prozent Eigenkapital oder mehr erhalten Sie meist deutlich bessere Zinsen.
Wie hoch sind die Immobilienzinsen bei der Sparkasse aktuell?
Jede Sparkasse legt ihre Konditionen selbst fest, und die Zinsen ändern sich laufend. Einen verlässlichen Wert erhalten Sie nur mit einem persönlichen Angebot. Vergleichen Sie dieses mit mindestens zwei weiteren Banken.
Kann man mit 60 noch ein Haus kaufen und finanzieren?
Ja, das Alter allein schließt eine Finanzierung nicht aus. Banken achten aber darauf, dass Sie den Kredit bis zu einem bestimmten Alter weitgehend zurückzahlen. Rechnen Sie deshalb mit mehr Eigenkapital, einer höheren Tilgung oder einer kürzeren Laufzeit.
Sind Sparkassen-Immobilien günstiger als andere Angebote?
Nicht grundsätzlich. Der Eigentümer bestimmt den Preis, und dieser richtet sich nach Lage, Zustand und Marktlage. Vergleichen Sie deshalb immer mit ähnlichen Objekten in der Umgebung.
Wie schnell muss ich mich bei einem Angebot entscheiden?
In gefragten Lagen finden gute Objekte oft innerhalb weniger Wochen einen Käufer. Mit einer Finanzierungsbestätigung und vorbereiteten Unterlagen sagen Sie schneller zu, ohne unter Druck zu entscheiden.
Jetzt kostenlose Beratung sichern
Möchten Sie mehr über intelligente Immobilien- und Finanzstrategien erfahren? Füllen Sie einfach das Formular aus und ein Experte der Westmont Group wird sich persönlich mit Ihnen in Verbindung setzen.
Bleiben Sie über die neuesten Anlagetrends, Steuerstrategien und Immobilienlösungen auf dem Laufenden. Folgen Sie der Westmont Group auf unseren Social-Media-Kanälen und erhalten Sie wertvolle Einblicke direkt in Ihren Feed.




